Textile Fußbodenbeläge

Sie sind angenehm zu begehen, fußwarm und schallschluckend, eignen sich auch alternativ als fabric-1453441_640Ersatz vom Sofa und sind in vielen verschiedenen Designs sowie Oberflächenarten erhältlich. Über Jahrzehnte war Teppichboden das meistverkaufte Bodenmaterial in Deutschland. Auch wenn es mittlerweile den ersten Platz an das Material Holz abgeben musste, ist dieser Werkstoff nach wie vor sehr beliebt. Für die Qualität eines Teppichbodens von Bedeutung ist die Faserdichte der Nutzschicht, weniger deren Höhe. Auch die Art des Flors sagt nichts über die Qualität des Teppichs aus. Unterschieden werden Schlingenflor, bei dem die Oberseite aus geschlossenen Schlingen besteht, Schnittflor, dessen Schlingen aufgeschnitten sind, sodass eine samtartige Oberfläche entsteht, und Schnittschlinge, eine Kombination, die reliefartige Strukturen ermöglicht.

90 % aller Teppiche werden im Tuftingverfahren hergestellt, d. h., die Fasern werden in eine Trägerschicht eingenäht. Als unterste Schicht wird der Teppichrücken aufgebracht, der aus Textilgewebe oder Schaumkunststoff bestehen kann. Schaumrücken bieten zwar höheren Gehkomfort und bessere Eigenschaften bezüglich der Dämmung, sind aber in Hinblick auf mögliche Auslassungen kritisch zu sehen. Zudem lassen sich Komfort und Dämmung eines Textilrückens durch Unterlage einer Wollfilzmatte verbessern.
Besonders hochwertige Teppiche werden herkömmlich gewebt, teilweise von Hand.

Gestalterisch bieten textile Beläge ein fast unbegrenztes Spektrum an Farben und Mustern. Bei durchgängig verlegten Teppichböden tut man auch hier gut daran, sich für optisch ruhige, wenn nicht gar unifarbene Varianten zu entscheiden. Lose aufgelegte, nur einen Teil des Raums einnehmende Teppiche dürfen dagegen Akzente setzen. Diese lassen sich mit allen anderen, fest verlegten Bodenbelägen kombinieren und können durch einen besonderen Kontrast die Eigenschaften des Raumambientes vorteilhaft abrunden. Dies gilt gleichermaßen für optische wie praktische Aspekte, etwa bei der Verbindung eines harten, kühlen Fliesenbelag mit einem weichen, fußwarmen Teppich.

Vorteile

Sehr große Auswahl an Designs, Unifarben, abstrakte oder gegenständliche Muster. In der Regel meistens sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis, teilweise sehr kostengünstig. Lässt sich oft in Eigenleistung verlegen und ist ebenfalls oft auch für Fußbodenheizung geeignet. Hat positive schallschluckende Eigenschaften und bietet bei Naturfasern eine gute Ökobilanz.

Nachteile

Tief gehende Reinigung notwendig, dazu aufwendig und für Feuchträume nicht geeignet. Eine hohe Feuchteinwirkung kann bei minderer Qualität an textilen Böden bleibende optische Mängel hinterlassen. Bei geschäumtem Rücken nahezu dampfdiffusionsdicht, insbesondere bei Altbausanierungen von Bedeutung. Stellenweise Ausbesserungen nur bei sehr kleinen Schäden möglich, teilweise schlechte Ökobilanz bei Kunstfasern oder synthetischen Rücken. Für Allergiker ebenfalls nicht besonders gut geeignet, vor allem bei Stauballergien und ähnlichen Arten von Allergien.

Düngen mit richtigen Düngemitteln
Teppichböden sind wie Waldboden im Wohnraum